Geschichte schreiben und so

Menschen haben schon immer die Flucht und das Versinken in Fremde Welten gesucht. Abtauchen in Geschichten. Abtauchen in Tag-Träumereien ist ein Luxus, den sich nur die Jugend leisten kann. Geschichten sind Schnittstellen zwischen dem Abstrakten und dem Realen.

So erging es mir die letzten Tage, ich habe mir den Kopf zerbrochen über Geschichten und das Drumherum. Wir Menschen sind scheinbar einfach so, dass wir Geschichten brauchen. Wir scheinen es zu brauchen aus unserer jetzigen Realität zu fliehen, in andere Welten abzugleiten. Das sieht immer anders aus.

Was ist Deine Lieblingsgeschichte? Vielleicht wärest Du auch gerne mal der Fussballprofi, der Rockstar, der Staranwalt aus dem Roman, der Held bei Warcraft oder einfach nur der Pornostar der grade Gina Wild knallt. Fakt ist wir flüchten uns in unsere Geschichten, Illusionen und Träume - in unsere Parallelwelten Marke Facebook und Co.

Oft erscheint uns die andere Realität interessanter. Aber ist sie das? Wir alle wissen, dass wir einer Illusion aufgeflogen sind - spätestens wenn der Computer aus, Frodo zu Hause, Gina Wild aufgibt und keiner mehr bei Facebook online ist. Vielleicht wissen wir es auch nicht und akzeptieren eben den Umstand als gegeben.

Nun, der große Traum vom Welt verändern, der großen Revolution die Flamme der Jugend ist bei vielen erloschen und der Realität von Bafög und Klausuren, Kindern und der Miete gewichen. Wir beginnen zu begreifen das andere Geschichten schreiben die spannend sind und die erzählt werden, wir akzeptieren den Umstand als gegeben und sagen uns "Unser Leben ist gut, wir brauchen keine Revolution". Ist das so, bist Du zufrieden? Dann ist gut.

Aber warum tauchen wir dann ab? Was suchen wir? Wollen wir nur flüchten oder ist es die Sehnsucht, nach dem schreiben der eigenen Geschichte, die uns treibt?

Ich bin davon überzeugt das jeder Mensch seine besondere Geschichte schreiben will und eine Sehnsucht dafür in sich trägt. Oft sind es viele Dinge die uns stoppen das zu leben oder zu tun was wir eigentlich möchten. Meistens ist es die Angst zu versagen oder zu scheitern. Gedanken wie "Was sollen die anderen Denken?", "Wie soll ich mein Einkommen finanzieren?" - sind berechtigt. Wir haben Angst. Angst lähmt uns. Angst ist scheiße und hat mit Verantwortungsbewusst nichts zu tun!

Geschichten sind immer anders, bedingen aber in der Regel einer ähnlichen Struktur und Form je nach Stil. Typisch ist z.B. der Spannungsbogen, dass besondere Ende und eben die Highlights die gesetzt werden. Die Highlights machen, dass man sich an eine Geschichte erinnert.

Mein Leben soll zum Ende hin am Besten sein. Ich möchte aus dem Jenseits mein Leben betrachten, Popcorn essen und 6-er mit Jesus trinken und mich wundern, lachen und sagen GEIL!

Ich hab mal von jemanden gehört, "mein Leben ist so langweilig". Fragte daraufhin die Person, "Warum"? Sie sagte: "keine Ahnung". Genau hier ist ja das Dilemma: "Keine Ahnung". Schreib Deine Geschichte. Denk mal drüber nach wie die Aussehen soll? Lebe bewusster und entscheide Dich nicht von deinem Tag gelebt zu werden, sondern den Tag zu leben! Rock your day...

Ich will nicht nur Geschichten lesen, was ich liebe, sondern möchte Geschichte schreiben. Das schöne ist, wir alle können unserem Leben einen größeren Sinn geben. Brauchen nicht auf andere warten, es liegt immer an uns.

Was für eine Geschichte schreibst Du?

5 von 10 - Prinzipien

Heute kamen mir auf der Heimfahrt nach Münster einige Gedanken - zu Prinzipien.

Jeder von uns kennt den Prinzipienreiter - der Prinzipienreiter gehört seit je her zu der Sorte Mensch "Anstrengend". Er möchte, dass die Dinge laufen, wie es sein soll, er kann nicht schlafen wenn der Müll nicht rausgebracht wurde oder es nicht sicher ist ob oder wie die Türe abgeschlossen wurde.

Der Prinzipienreiter ist es auch der möchte, dass der Müll in der WG getrennt wird. Auch wenn es für das gesamte Wohnhaus, nur einen großen Container gibt, in den der Abfall so oder so ungetrennt entsorgt wird. Es muss eben so sein, aus Prinzip - sonst kann er nicht schlafen.

Hmmm... Nun, wer möchte jetzt noch Prinzipien haben? Unsexy!

Prinzipientreu zu sein wird von Grund auf unrecht getan - so schlimm kann es gar nicht sein.
Wie Jesus und die Kirche oder wie Italien und Silvio Berlusconi. Einer ist immer der schuldige wenn es darum geht eine eigentlich tolle Sache in den Dreck zu ziehen und unattraktiv zu machen.

Wie dem auch sei, ich habe mir heute meine 10 Punkte Liste gemacht und teile mal 5 von 10 mit Euch. Also, ich finde Prinzipien gut und hab mir hier mal meine 5 von 10 - Prinzipien aufgelistet, nach denen ich mein Leben ausrichte. MACH DEINE EIGENE LISTE. 

Das schöne am "Leben ausrichten" ist - Du zwingst Dir und anderen kein Korsett um, sondern integrierst Deine Prinzipien in Dein Leben. Sicher wirst Du als Mensch auch daran gemessen. Wenn ich keine Schwächen hätte, bräuchte ich keine Prinzipien. Ich denke Prinzipien sind wie erkannte Dinge. Wahrheiten die mit Dir wachsen.

Hier nun also meine 5 von 10:

1. Dankbar sein. Uns Menschen ist viel geschenkt!
2. Wahrhaftig sein - Ehrlich sein. Nichts mitmachen, zudem man kein Ja und Amen sagen kann. Immer Hinterfragen und zweifeln. Mut haben Fragen zu stellen!
3. Menschen vorurteilsfrei begegnen, auch wenn Diese Dich schon oft enttäuscht haben haben. Trotzdem Vergebung und Versöhnung suchen und Leben!
4. Mut haben - Sich und anderen etwas zutrauen. Mut haben - zu sich und seinen Ideen zu stehen. An andere Menschen und Ihre Fähigkeiten glauben.
5. Gelebtes Understatement! Hierzu gibt es einiges zu sagen. Ich entdecke es gerade und stelle fest - es ist gut! :)

Hast du Prinzipien?! Mach Deine Liste.

Letztlich gilt: "Persönlichkeiten, nicht Prinzipien, bringen die Zeit in Bewegung."
-Oscar Wilde